Gesundheits Info

Allergie
Immer mehr Menschen leiden an einer Allergie. Dabei handelt es sich um eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers gegenüber verschiedenen Stoffen aus der Umwelt, Luft, Nahrung oder anderen alltäglichen Dingen. Die Symptome kennen wir: Es entstehen Asthma, Hautreaktionen, Niesreiz, die Augen tränen etc.


Wie entsteht eine Allergie
Unser Immunsystem:
Unser Körper besitzt verschiedene Mechanismen um das Eindringen von äusseren, schädlichen Feinden (auch Antigene genannt) zu verhindern. Die erste Barriere stellen die Haut und die Schleimhäute dar, die sich als extrem schwer zu durchdringen zeigen. Einfacher fällt es den Antigenen sich durch die Körperöffnungen wie Augen, Nase, Mund, Ohren, Harnröhre, Scheide oder verletzte Hautoberflächen einzuschleusen. Unser Körper versucht die Eindringlinge nach aussen zu befördern oder gar abzutöten. Dafür stehen ihm verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Er bildet vermehrt Schleim, Tränenflüssigkeit, Speichel, Schweiss und aktiviert seine Flimmerhärchen. Gelangen die unerwünschten Stoffe via Speiseröhre in den Körper werden sie sofort durch die hochprozentige Magensäure vernichtet. Sollte es einem Fremdstoff gelingen die natürlichen Barrieren zu durchdringen, schaltet sich unser Immunsystem ein. Der Körper erkennt die Fremdstoffe und bildet vermehrt weisse Blutkörperchen. Auch bei Allergien reagiert das Immunsystem, jedoch schiesst es dabei über das Ziel hinaus. Es erkennt plötzlich völlig harmlose Stoffe wie Blütenpollen als fremd und fängt an diese zu bekämpfen. Bei diesem Vorgang wird Histamin in grossen Mengen ausgeschüttet, der Stoff, der schlussendlich die Symptome auslöst. Der Blutdruck sinkt, die Blutgefässe erweitern sich und die Schleimhäute entzünden sich, schwellen an und sondern Schleim ab. Diese Vorgänge zeigen sich in unangenehmen Auswirkungen auf Nase und Mund, die Augen jucken, die Haut rötet sich, es bilden sich Quaddeln, die Bronchialmuskulatur zieht sich zusammen, man leidet an Magen-Darm-Krämpfen und Durchfall. Bei Allergikern ist das Immunsystem nicht fähig, zwischen gefährlichen und harmlosen Stoffen zu unterscheiden, was zu erklären mag, warum nur gewisse Menschen allergisch reagieren.

Für eine allergische Reaktion können verschiedene Stoffe verantwortlich sein. Bekannt ist die Pollenallergie. Sie kann bereits im Februar mit dem ersten Aufblühen der Natur anfangen und endet im Herbst. Die meisten Menschen reagieren jedoch nur auf bestimmte Pflanzen und leiden nur während einer gewissen Zeit. Die Stärke der Auswirkungen hängt von der Anzahl Pollen, von der Tageszeit und dem Wetter ab.
Immer häufiger leiden die Menschen an Tierallergien. Dabei hat man lange Zeit angenommen, dass die Tierhaare das eigentliche Allergen sind. Verschiedene Forschungen haben andere Ergebnisse gezeigt. Es werden vor allem Hautschuppen, Speichel, Tränenflüssigkeit, Urin und Kot der Tiere für die Allergie verantwortlich gemacht. Diese vermischen sich mit dem Hausstaub und werden immer wieder von neuem aufgewirbelt.
Zunehmend aktueller werden die Nahrungsmittelallergien. Häufig werden Lebensmittel konsumiert die unerdenklich viele Zusatzstoffe enthalten. Man darf hierbei nicht nur den Produzenten einen Vorwurf machen, es empfiehlt sich zuerst den eigenen Menüplan zu studieren. Grösstenteils sind wir Konsumenten mit unseren stetig wachsenden Ansprüchen für den Allergie-Auslöser verantwortlich. Wir fordern stets frische, gut aussehende Nahrungsmittel, die möglichst lange haltbar sind, wir fordern Produkte, die schnell zubereitet sind und wir fordern Erdbeeren, Melonen, Spargeln etc. auch im Winter. Um diesen Forderungen gerecht zu werden, sind die Produzenten gezwungen schädliche, synthetische Zusatzstoffe einzusetzen. Diese Stoffe werden von uns als körperfremd erkannt und es entsteht eine Allergie.

Kaum ausweichen kann man dem Hausstaub. Dieser wird durch die mikroskopisch kleinen Milben verursacht. Die Allergien werden jedoch durch den Kot der Milben ausgelöst und nicht, wie häufig gedacht, durch die kleinen Spinnentiere selbst. Sie verstecken sich in Teppich, Sofa, Bett, Decken, Ritzen, Vorhängen und bevorzugen feuchtes und warmes Klima.

Neurodermitis
Neurodermitis gehört in die Gruppe der endogenen Ekzeme, das heisst, es ist eine Krankheit die „von innen heraus“ kommt. Häufig tritt sie bei Kleinkindern in Form vom sogenannten „Milchschorf“ auf. Bereits wenn ein Elternteil an Neurodermitis leidet, erhöht sich das Risiko einer Vererbung um 30 Prozent. In vielen Fällen verschwindet das Ekzem im Erwachsenenalter. Zu den häufigsten befallenen Stellen gehören der Haarboden, die Ellbeugen und Kniekehlen. Typisch ist dabei das symmetrische Auftreten der schuppenden, trockenen und juckenden Hautstellen, was auf eine Beteiligung des Nervensystems hinweist. Die Auslösefaktoren sind verschieden und sehr individuell. So kommt es bei den einen durch psychische Belastung, körperlicher und geistiger Überforderung zu einem Neurodermitis-Ausbruch, bei anderen gelten Putzmittel, Kosmetika, Desinfektionsmittel oder Allergene aus der Luft und Nahrung als Auslöser.

Behandlungsmöglichkeiten von Allergien
Zur Behandlung von allergischen Erkrankungen stehen uns verschiedenen Produkte zur Verfügung. Durch die individuelle Beratung in unserer Drogerie finden wir bestimmt auch die richtigen Mittel für Sie.
Neben der Behandlung mit Salben, Tropfen etc., empfiehlt es sich auch andere einfache Regeln zu beachten:

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Verwenden Sie Waschmittel ohne Duftstoffe und chemische Zusätze
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Pflegen Sie sich mit milden, gut verträglichen und unparfümierten Hautpflegemitteln
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Meiden Sie synthetische Kleider
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Tragen Sie weite und lockere Kleidung
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Gehen Sie täglich an die frische Luft (Aufenthalte am Meer, in den Bergen)
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Meiden Sie Stress und gönnen Sie sich genug Ruhe

Versuchen sie zudem möglichst viele Auslösefaktoren auszuschalten: Essen Sie wie es die Natur vorgesehen hat, geniessen Sie die Umwelt, gönnen Sie sich genügend frische Luft, nehmen Sie sich die Zeit, die Sie benötigen und achten Sie auf ausreichende Bewegung.

 
 
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